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 Sexualpädagogik mit dem Schwerpunkt Gewaltprävention im Institut für Pädagogik

Am 01. Dezember 2013 hat die Juniorprofessur „Sexualpädagogik mit dem Schwerpunkt Gewaltprävention“ am Institut für Pädagogik der Christian-Albrechts-Universität Kiel ihre Arbeit aufnehmen können. In vielen Studien, Empfehlungen und Richtlinien wird die Relevanz der Sexualpädagogik für die Prävention sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche hervorgehoben. Zur Zeit bestehen allerdings keine theoretisch gestützten und empirisch evaluierten Konzeptionen einer sexualpädagogisch fundierten Prävention gegen sexuelle Gewalt.

Der Forschungsauftrag der Juniorprofessur besteht in der theoretischen und empirischen Analyse der systematischen und präventionspraktischen Zusammenhänge von Sexualpädagogik und Gewaltprävention, um auf dieser Basis ein Konzept sexualpädagogisch fundierter Prävention sexueller Gewalt zu entwickeln, das sich am Recht auf sexuelle Selbstbestimmung bzw. der Freiheit vor sexueller Fremdbestimmung orientiert (WHO/BZgA 2010, S. 20; Frommel 2011). Die Vermittlung eines solchen Konzepts durch Aus- und Fortbildungsmodule für Lehrerinnen und Lehrer sowie andere pädagogische Fachkräfte bedarf angesichts des sensiblen und tabubesetzten Themenbereichs didaktischer Grundlagen, die noch erarbeitet und evaluiert werden müssen. Im Zentrum stehen die Fragen, welchen Beitrag Sexualpädagogik und sexuelle Bildung zur Prävention sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche leisten können und wie sich diese Wirkungen entfalten können, ohne die Sexualpädagogik gewaltpräventiv zu vereinnahmen.

Es ist von Interesse, welche aus- und fortbildungsdidaktischen Vermittlungsformen die Qualifizierung des professionellen Personals ermöglichen. Auf Basis dieser Erkenntnisse soll ein Konzept sexualpädagogisch fundierter Prävention sexueller Gewalt erarbeitet werden. Dieses wird in Lehramts- und Pädagogik- sowie in die angrenzenden Weiterbildungsstudiengänge integriert. Mittelfristig soll daraus ein eigenes Studienprofil mit dem Schwerpunkt „Sexualpädagogik und Gewaltprävention" im pädagogischen Bachelor- und Masterstudium entwickelt werden.

Weiterhin erfolgt eine Analyse von Implementationsbarrieren und -chancen in der pädagogischen Praxis, um die Ausweitung und Wirksamkeit einer sexualpädagogisch fundierten Prävention sexueller Gewalt zu befördern.

Des Weiteren werden Sexualpädagogik und Prävention sexueller Gewalt im Rahmen eines Kompetenzzentrums Nord langfristig etabliert. In diesem Kooperationsverbund arbeiten die Universitäten Kiel und Hamburg mit ihren sich ergänzenden Forschungsschwerpunkten zusammen, vernetzen sich mit relevanten Fachstellen in beiden Bundesländern und halten Kontakt mit den anderen vom Förderschwerpunkt des BMBF unterstützten Forschungsstätten.

 

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